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Wir wollen mitreden! Wir müssen mitreden!

Wir leben in einer Welt in der alles zusammenhängt und die trotz zunehmender Informationsflut immer undurchsichtiger wird. Getrieben von technologischem Fortschritt nimmt ihre Komplexität ständig zu. Kein Wunder also, dass allgemein Verunsicherung und Ratlosigkeit um sich greifen; auch bei Unternehmern, Politikern und Mediengurus. Es kommen unvorhersehbare Kurstürze an den Börsen, plötzliche Revolutionen in arabischen Ländern, Staatspleiten, Terroranschläge, Eurokrisen und lassen ratlose Politiker zurück. Diese befinden sich permanent in der Reaktion, erscheinen visionslos oder gar entscheidungsunfähig. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Problemlösungskompetenz der Politik schwindet dahin und die Probleme bleiben. Sind wir noch zu retten?

 

Ja! Das ursprüngliche Problem selbst wird zur Lösung, wenn wir die Möglichkeiten des Informationszeitalters nutzen damit jeder mit seinen Fähigkeiten und Problemen bestmöglich zur Bewältigung bestehender Probleme beitragen kannt. Das erfordert, dass jeder an politischen Entscheidungsprozessen teilnehmen kann und auch soll. Politische Partizipation darf nicht nur auf den Wahltag und politische Parteien beschränkt sein, sondern muss jederzeit auf unterschiedlichen Ebenen möglich sein (lokal, regional, national, international,…).

 

Wir JUNOS haben in Tirol an unseren programmatischen Nachmittagen Möglichkeiten gesucht, wie schon junge Menschen lernen können zu partizipieren. Nur so kann politische und gesellschaftliche Partizipation langfristig zur Selbstverständlichkeit werden. Denn die Jungen von heute sind die Entscheider von morgen. Bei jungen Menschen ist vor allem die Einbindung auf lokaler Ebene wichtig. Denn dort ist die Wirkung des eigenen Handelns unmittelbar zu erkennen, womit Vertrauen in die eigene Problemlösungskompetenz gewonnen wird. Wichtige Punkte sind:

  • Politische Bildung und Lebenskunde in allen Schulen („Lernen zu Partizipieren“)
  • intensive innerschulische Mitbestimmung durch einen starken Schulgemeinschaftsausschuss
  • Direktwahl der Landesschülervertretung und damit Stärkung dieses Gremiums

 

  • Anpassung der Altersgrenzen zu Erlangung von aktivem und passivem Wahlrecht und der Volljährigkeit

 

  • Einsetzung von Jugendgemeinderäten

 

  • Einbindung aller relevanten Kommunikations- und Informationskanäle um die Schwelle zur Partizipation möglichst klein zu gestalten. Jugendliche sollen aber nicht nur Benutzer neuer Modelle sein, sondern auch Entwickler und Betreiber.

 

  • aktive Teilnahme und Bewerbung aller Programme in Verbindung mit dem europäischen strukturierten Prozess der EU-Jugendstrategie

 

  • vieles mehr! Wir arbeiten ständig an der Verbessurung unserer Positionen. Du bist herzlich eingeladen (siehe Events oder schreib an tirol@junos.at)

 

Das sind erste Ideen, wie Teilhabe für junge Menschen schon auf lokaler Ebene ermöglicht werden kann und diese sich dann zu einer Generation von Problemlösern und couragierten Bürgern entwickeln können. Es wäre jedoch naiv, diese Maßnahmen unreflektiert in Gesetze und Statuten zu gießen und das beste zu hoffen. Partizipation ist kein Programm, das man einfach anwerfen muss. Sie kann nicht algortihmisch abgehandelt werden. Vielmehr erfordert sie eine positive Haltung gegenüber anderen Meinungen, einen neuen und wertschätzenderen Stil in der Politik und vor allem Mut und Willen.

 

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