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JUNOS Studierende: Fernlehre zeigt digitale Missstände der Uni Innsbruck auf

Die österreichische Hochschüler_Innenschaft (ÖH) der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck hat die Umstellung auf Fernlehre angesichts der Corona-Pandemie evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, wie es wirklich um den Stand der Digitalisierung unserer Hochschulen steht. Nur etwa die Hälfte aller Studierenden gibt an, dass die Lehrveranstaltungen an die Fernlehre angepasst wurden.

Wir müssen die Universitäten ins 21. Jahrhundert holen und den aktuellen Stand der Technik für eine qualitative Lehre verwenden. Auf der Universität Innsbruck sind Livestreams und Aufzeichnungen von Lehrveranstaltungen noch lange nicht Standard – verwunderlich, da Livestreams vor allem für die jüngere Generationen kein technisches Highlight mehr sind. Nur vereinzelt werden virtuelle Klassenzimmer für die Lehre verwendet, wobei auch diese Technologie seit Jahren existiert. Ebenso ist Lehrpersonal nicht entsprechend geschult und kann nur notdürftig mit der Technik umgehen; und dies obwohl es seitens der Universität Innsbruck das Angebot der Schulungen von Lehrpersonal in digitaler Technik gibt. Resultat dieser Überforderung ist eine chaotische Umstellung auf vielseitige Formen der Fernlehre. Ca. 65% der Studierenden geben an, die Fernlehre würde ihren Lernaufwand steigern. Die Digitalisierung ist jedoch nicht unser Feind und sollte keinesfalls den Lernalltag verkomplizieren, sondern im Gegenteil: Die Digitalisierung sollte den Lernalltag erleichtern. Sie ist eine Chance, die wir nützen müssen, um unserer Bildung neue Qualitäten zu verleihen. Wir müssen dies aber mit Plan und Struktur angehen. Wir dürfen uns nicht wundern, dass eine spontane Umstellung nicht gut funktioniert. An der Universität Innsbruck fehlt es oftmals nicht nur an physischer Technik für die digitale Lehre, sondern auch an Bereitschaft, die vorhandene Technik auch zu verwenden. Wir fordern, diese digitalen Chancen zu nutzen und proaktiv die Zukunft unserer Bildung zu gestalten.

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